Samstag, 5. November 2011

Wenn die Gedanken durch kalte Nächte streifen...

Ihr kennt sie bestimmt. Diese Nächte, in denen es nicht gelingt einzuschlafen, da die Gedanken umherschwirren, wie Motten um das Licht eines fahlen Lämpchens, sich im Kreise drehend und zu keinem Ziel gelangend...
So geht es mir gerade, schlaflos, ruhelos und doch weiß ich nichts mir anzufangen.

Jetzt sitze ich hier neben der Heizung, Schokolade essend und immer wieder Blicke aus dem Fenster, in die kalte Nacht werfend.


Aus den Lautsprechern des Pcs tönt In Extremo, ein und das selbe Lied, gefangen in einer Endlosschleife. Dabei werden Erinnerungen an früher wach und Gedanken an meine Katze. Seit circa sechzehn Jahren berühren sich unsre Leben nun schon, verbunden durch etwas, dass sich als ,,Hass-Liebe'' beschreiben liese.
Seit heute Morgen ist sie verschwunden. Das beunruhigt mich, denn obgleich sie unglaublich zäh, tagelang verschwunden und bereits einmal sehr schwer krank war, fehlt mir in diesem Moment zum ersten mal der Glaube, dass sie noch lebt oder überleben könne. Es ist nicht wirklich Trauer, die ich verspüre, denn im Grunde habe ich mich damals vor zwei Jahren, als sie so krank war, bereits von ihr verabschiedet, aber dennoch hoffe ich, dass sie nicht dort draußen, allein in der Kälte von dieser Welt gehen muss und wenn doch, dass wir sie wenigstens finden und begraben können...
Vielleicht ist es doch ein wenig Trauer, die ich in diesem Moment verspüre, vermischt mit Wehmut, wie schnell und gnadenlos die Zeit doch manchmal voranschreitet.




Kommentare:

  1. Ich hoffe sehr das Dein Kätzchen wieder auftaucht...

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  2. danke, ich hoffs auch. aber wie gesagt, diesmal bin ich irgendwie pessimistischer als sonst...

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